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Umweltfragen auf Galapagos
Das ist natürlich eine heikle Welt, die sich an einem so abgelegenen und isolierten Gebiet ein empfindliches System geschaffen hat. Menschliche Einbringung und Einführung kann so ein kompliziertes und empflindliches System zerstören. Es brauchte Millionen von Jahren um sich so zu entwickeln, dass es an einem der am wenigsten wahrscheinlichen Orte überleben kann.
Es gibt eine Fülle von Umweltproblemen welche die Inseln plagen. Einige sind aus den Welt Klimaveränderungen wie El Niño (ENSO) entstanden. Andere, die aus dem kommerziellen Fischfang und der Überbevölkerung entstanden und viele, die sich aus der Einführung von Arten durch den Menschen ab dem Jahre 1800 entwickelten. Ein weiteres großes Problem mit dem die Galapagos-inseln zu kämpfen hatten war ein großer Ölteppich im Jahr 2001. Lesen Sie hier welche Auswirkungungen dieser Vorfall auf die Inseln hatte.
El Niño
Die globale Wetter-Anomalie traf Galapagos hart. Während eines völlig natürlichen Vorgangs nahm diese Anomalie einen wichtigen Teil des Ökosystems aus der Kette. Viele Fische suchten in anderen Gewässern nach Nahrung. Die Pelzrobben wurden am stärksten betroffen, da sie auf den Fisch an der Oberfläche angewiesen waren. Die Gewässer wurden während der Angriffe von El Niño erhitzt und die Robben im Alter zwischen 1-4 fast alle vernichtet. El Niño hat auch die Küstenvögel betroffen. Das Fehlen von Fischen in den Küstengewässern hat dazu geführt, dass viele der traditionellen Brutplätze der Vögel verlassen wurden.
Menschlicher Einfluss
Eine unversöhnliche und unkontrollierbare Naturgewalt hatte eine zerstörerische Wirkung auf Galapagos gehabt. Viele der ökologischen Probleme von Galapagos stammen von einer potentiell steuerbaren Quelle-dem Menschen. Die Anwesenheit von Menschen auf den Inseln hat zwei Gründe: Migration vom Festland und Tourismus.
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Migration und Hawaiianization
In der Hoffnung, Arbeit zu finden, haben die Menschen vom Festland die Inseln buchstäblich erobert. Die Galapagos-Bevölkerung hat in den letzten Jahrzehnten über 300% zugenommen. In der Volkszählung um 1990 wurde die Bevölkerung auf 9.735 gezählt. Heute leben mehr als 25.000 Menschen auf den Inseln. Die Bevölkerung verdoppelt sich alle 11 Jahre, was bedeutet, dass es wahrscheinlich 40.000 Menschen auf den Galapagosinseln im Jahr 2014 sein werden. Dies wirkt sich auf das Archipel in einer Reihe von Dingen aus. Neben dem Druck auf die natürlichen Ressourcen bedeutet dies, dass der Müll unter freiem Himmel gelagert und ohne jegliche Behandlung oder Trennung verbrannt wird.
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Tourismus
Jahrzehnte lang staunten Tourisen über die reichaltige Flora und Fauna auf Galapagos. Obwohl die Kosten stets sehr hoch waren, brach der Besucherstrom niemals ab. In den 60ern gab es etwa 1000 Touristen pro Jahr, 2001 waren es bereits nahezu 80.000 Besucher. Ein zweiter Flughafen wurde gebaut und ein dritter steht zur Diskussion. Der Park Service leistet bemerkenswerte Arbeit in der Zulassung von lizensierten Guides und der Bestimmung von low-impact Anlegeplätzen. Der Nationalpark berechnet 100$ Eintritt für Ausländische Touristen, bekommt aber nur 25% davon. Damit nicht genug, muss der Park sich außerdem noch mit Problemen verursacht durch die Motor Yachten und ihrem Müll herumschlagen. -
Überfischung
Vor kurzem wurde Überfischung oder illegales Fischen zu einem großes Problem. Wenn Einhemische keine Arbeit im Tourismus fanden, dann meist in der Fischerei. Die Seegurke und der Galapagos-Hai sind alarmierende Ziele geworden, sowohl populär für den asiatischen Markt, als auch für ihre angebliche aphrodisierenden oder medizinischen Qualitäten. Wegen dem alamierenden Rückgang in den frühen 90ern verbot und verbannte der National Park Service jegliches Fischen von Seegurken auf Galapagos. Die Fischer waren nicht gerade begeistert. Obwohl dieses Verbot durch eine Quote ersetzt wurde, kam es häufig zu Streiks seitens der Fischer. Im April 2004 besetzten wütende Fischer die Charles Darwin Station und bestanden auf das Recht größere Netzte und Leinen benutzen zu dürfen. Die Beschlagnahme endete mit einem Abkommen seitens César Narváez (Ecuadors Umweltminister) und den Fischern. Der Konflikt ist jedoch weit von einer langfristigen Lösung entfernt.
Wer war als erstes auf den Inseln? Lernen Sie mehr über die menschliche oder auch moderne Geschichte der Galapagosinseln.
Eingeführte Arten
Die bloße Anwesenheit der Menschen alleine stellt keine allzu große Bedrohung für die einheimischen Arten da. Leider sind die Menschen nicht alleine angekommen. Seit den ersten Einwohnern wurden nicht einheimische Arten zu den Inseln gebracht, oft mit drastischen Konsequenzen. Viele der eingeführten Arten sind an sich selten tödlich, aber wenn sie auf zerbrechliche Inseln gebracht werden auf denen es Jahre dauert diese aufzunehmen, haben einige wenige Ratten, Hunde, Katzen und Ziegen dramatische Effekte.
Wilde Hunde, wahrscheinlich als Haustiere von frühen Siedlern importiert, waren eine Bedrohung für die Schildkröten Eier, Leguan Arten und sogar Pinguine. Vier Ziegen wurden auf die Insel Santiago im frühen 18. Jh. eingeführt, diese verbreiteten sich weiter und einer Schätzung nach wuchs ihre Zahl fast auf 100.000 an. Aufgrund ihrer körperlichen Verfassung und der Fähigkeit sich von nahezu jeder Pflanze zu ernähren, könnten Ziegen allein die Verantwortung für das lokale Aussterben von bis zu 4 oder 5 Vegetationsarten tragen und konkurrierten mit den Schildkröten um deren Nahrungsquelle.
Eine neu eingeführte Wespenart ist auf den Inseln stationiert worden und ist möglicherweise verantwortlich für eine sinkende Zahl von Caterpillar Larven, eine Nahrungsquelle für Finken. Die Charles Darwin Research Station ist ständig auf der Suche nach Lösungen für das Problem der eingeführten Arten. Um sich über dieses und andere Projekte, welche sie bearbeiten, zu informieren besuchen Sie deren Website.
Positive Zukunft (?)
Zwar gibt es es eine Vielzahl von Bedrohungen und Problemen, welche der zerbrechlichen Umwelt von Galapagos gegenüber stehen, aber ebenso gibt es auch Erfolgsgeschichten und potenzielle Lösungen. Das eingeleitete Tilgungsprogramm geht langsam voran und hat schon viele Ziegen aus einigen kleinen Inseln eleminiert. Die Bemühungen, Arten wieder einzuführen und neu anzusiedeln haben die Anzahl von Arten wie die der Elefantenschildkröte drastisch erhöht.
Bildungsmaßnahmen zum Verständis der Umwelt auf den Inseln helfen den Einwohnern das Gesamtbild zu verstehen welches es für die Erhaltung braucht. Verantwortlicher Tourismus und vorgegebene Park-Richtlinien tun ihr Übriges um Galapagos in der Zukunft zu bewahren. Aber es gibt scheinbar endlosen Bedarf für die Erhaltung des Parks und ständig leere Kassen. Der Nationalpark verlässt sich nicht auf das wenige Budget der Republik Ecuador, sondern ausschließlich auf die Finanzierung von Philanthropen, Spenden-Bemühungen der Charles Darwin Foundation Inc. und andere private Organisationen.
Wie Sie helfen können
Wenn Sie die Charles Darwin Forschungsstation während Ihrer Reise besichtigen, können Sie gerne eine willkommende Spende hinterlassen. Die Charles Darwin Foundation, Inc. ist der Spenden generierende Arm der Forschungsstation und wäre mehr als erfreut einen Beitrag von Ihnen zu erhalten. Besuchen Sie ihre website www.galapagos.org und finden Sie heraus wie Sie helfen können.
Sie, Ihre Organisation, Firma oder Unternehmen werden dringend aufgefordert, Ihren Beitrag (höchstwahrscheinlich steuerlich absetzbar) zur Erhaltung des Welterbes, welches die Galapagos-inseln sind, beizutragen.
Park Regeln
Wenn Sie den Galapagos Nationalpark besuchen, nehmen sie sich die folgenden Regeln zu Herzen um die einzigartige Flora und Fauna auf den Inseln zu erhalten. Entfernen Sie keine Pflanzen, Tiere oder Reste von diesen (inklusive Muscheln, Knochen und Teilen aus Holz), oder anderen Naturobjekten.
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Achten Sie darauf kein lebendes Material oder Essen mit auf die Inseln zu bringen oder von einer auf die andere Insel zu befördern.
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Achten Sie daruf die Tiere nicht zu berühren, zu füttern, zu tragen, oder ihnen zu folgen.
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Halten Sie sich nicht in den verbotenen Zonen auf und besuchen Sie die Inseln nur mit einem lizensierten National Park Guide.
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Lassen sie keinen Müll oder Abfall auf den Inseln liegen und werfen Sie denselbigen nicht aus ihrem Boot.
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Verunstalten Sie keine Felsen.
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Achten Sie darauf keine Souvenirs, welche aus Pflanzen oder Tieren gemacht sind auf den Inseln zu kaufen.
Für umfassendere Informationen über Umweltbedrohungen besuchen Sie unsere Link Rubrik.
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8:30 morgens-6:00 abends (GMT -5)
