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Die Umweltfrage auf Galapagos

Galapagos Conservation - Jessica Oil SpillNatürlich ist eine grazile Welt, die sich selbst in einem solch abgelegenen Gebiet errichtet hat, ein heikles System. Menschliches Einschalten stört leicht ein solch feinfühliges Projekt - ein solch komplexes System, das Millionen von Jahren brauchte, um zu entstehen und an dem Ort zu überleben, der am wenigsten naheliegend scheint.

Eine Fülle von Umweltproblemen plagt die Inseln, manche rühren von den Belastungen des Weltklimawandels wie El Niño (ENSO) her, andere entstehen durch gewerbliches Fischen und Überpopulationen und viele sind auf die Einschleppung von Tierspezien durch Menschen im 1800 Jahrhundert zurückzuführen. Ein anderes grosses Problem, mit dem die Galapagos Inseln konfrontiert wurden, war ein grosser Ölteppich im Jahr 2001. Lesen Sie hier mehr darüber, welche Auswirkungen dieser Vorfall auf die Inseln hatte.

El Niño

Die globale Wetterausnahmeerscheinung hat Galapagos hart getroffen. Da das Wettergeschehen eine völlig natürliche Begebenheit ist, hat es einen grundlegenden Teil des Ökosystems aus dem Rhythmus gebracht. Viele Fischarten suchten sich andere Gewässer, um dort zu fressen. Die Pelzrobben waren davon ausserordentlich betroffen, da sie nun von den Fischen näher an der Wasseroberfläche abhängig waren. Das Wasser an der Oberfläche war während der Attacken von El Niño wärmer und die Pelzrobben im Alter von 1 bis 4 wurden gewissermassen ausgerottet. El Niño beeinflusste auch die Küstenvögel. Das Fehlen der Fische in den Küstengewässern hiess auch, dass viele der üblichen Nestgebiete der Vögel verlassen waren.

Menschlicher Einfluss

Während diese unverzeihliche und unkontrollierbare Kraft der Natur einen zerstörenden Einfluss auf Galapagos hatte, hatten viele der Umweltprobleme, die sich Galapagos stellte, einen möglicherweise kontrollierbaren Ursprung - die Menschen. Die Anwesenheit der Menschen auf den Inseln hatte zwei Gründe: Abwanderung vom Festland und Tourismus.

Migration und Hawaiianisation

Auf der Suche nach Arbeit haben die Leute vom Festland Ecuador die Inseln buchstäblich überflutet. In den letzten Jahrzehnten ist die Bevölkerung von Galapagos über 300% gestiegen. 1990 betrug sie 9.735 Bewohner. Heute leben mehr als 20.000 Leute auf den Inseln. Alle elf Jahre verdoppelt sich die Bevölkerung, was bedeutet, dass es 2014 40.000 Bewohner auf Galapagos geben wird. Das beeinträchtigt den Archipel in Vielem. Neben der Belastung auf die natürlichen Vorkommen bedeutet dieser schnelle Wachstum, dass ein Grossteil des Mülls in der Natur abgeladen oder ohne besondere Trennung verbrannt wird.

Tourismus

Jahrzehnte lang haben Touristen die reiche Fauna und Flora bewundert. Trotz der hohen Preise ist der Touristenstrom nicht abgebrochen. In den sechziger Jahren gab es ungefähr 1000 Touristen pro Jahr, wohingegen es 2001 um die 80.000 Touristen waren. Es wurde ein zweiter Flughafen gebaut und die Planung eines dritten ist im Gespräch. Der Parkdienst macht eine beachtenswerte Arbeit, indem er die Lizenzen für die Führer reguliert oder Landeplätze mit niedriger Belastung bestimmt. Der Nationalpark verlangt eine Eintrittsgebühr von 100$ für ausländische Touristen, behält jedoch nur 25% davon. Nichtsdestotrotz muss der Park Umweltprobleme bewältigen, die Motoryachten mit ihrem mitgebrachtem Müll auf den Inseln verursachen.

Überfischung

In letzter Zeit wurde Überfischung oder illegales Fischen ein grosses Problem. Wenn Einwanderer keine Arbeit im Tourismus fanden, bekamen sie oft welche in der Fischerei - Industrie. Die Seegurke und der Hai sind bedenkliche Zielobjekte geworden, beide sind auf dem asiatischen Markt für ihre aphrodisierenden und medizinischen Eigenschaften bekannt. Aufgrund des alarmierenden Rückgangs in den frühen 90ern stoppte eine vom Nationalpark vollstreckte Anordnung die gesamte Fischerei von Seegurken auf Galapagos. Fischer empfingen dies nicht mit Enthusiasmus. Obwohl das Verbot durch eine Sollvorgabe ersetzt wurde, gab es fortlaufend Streiks auf der Seite der Fischer. Erst kürzlich, im April 2004, belagerten verärgerte Fischer die Charles Darwin Station und erhoben Anspruch auf die Benuztung von grösseren Netzen und längeren Angeln. Die Belagerung endete mit einer Übereinkunft, das von César Narváez (Ecuadors Umweltminister) und den ansässigen Fischern unterzeichnet wurde. Der Konflikt ist jedoch noch weit entfernt von einer Lösung.

Wer war der erste auf Galapagos? Finden Sie mehr über den Menschen oder auch die sogenannte moderne Geschichte der Galapagos Inseln heraus.

Eingeschleppte Tierarten

Letzten Endes kamen die Menschen nicht alleine auf der Insel an. Seit der Zeit der ersten Bewohner wurden nicht - ansässige Gattungen auf die Inseln gebracht, oft mit verheerenden Folgen. Viele der eingeschleppten Arten waren weder selten, noch tötlich, jedoch wurden sie auf Inseln gebracht, wo es Jahre dauerte, bis sich das Leben anpasste und blosse Ratten, Hunde, Katzen und Ziegen hatten dramatische Auswirkungen. Wilde Hunde, die meist als Haustiere von frühen Siedlern auf die Inseln gebracht wurden, wurden eine Bedrohung für Schildkröteneier, einheimische Leguane und Pinguine. Vier Ziegen wurden im frühen 18. Jahrhundert auf die Santiagoinsel gebracht, vermehrten sich rapide und eine Einschätzung ergab, dass ihre Population auf fast 100.000 gewachsen ist. Aufgrund ihrer Beschaffenheit und Fähigkeit, sich von fast jeder Pflanze zu ernähren, macht sie scheinbar alleine für die lokale Ausrottung von 4 oder 5 Pflanzenarten verantwortlich und sie wetteifern mit den Galapagosschildkröten um Nahrung. Eine neulich eingeschleppte Wespenart hat sich auf der Insel positioniert und ist wahrscheilich für den Rückgang der Raupenlarve, einer Nahrungsquelle der Finken verantwortlich. Die Charles Darwin Station sucht beständig nach Lösungen für das Problem von eingeschleppten Arten. Für weitere Informationen darüber und über andere Projekte, besuchen Sie ihre Website.

Eine positive Zukunft (?)

Während es auf der einen Seite eine Menge an Belastungen und Problemen gibt, die das gebrechliche Umfeld von Galapagos bewältigen muss, gibt es auf der anderen Seite auch Erfolgsgeschichten und mögliche Lösungen. Das eingewiesene Ausrottungsprogramm hat, wenn auch langsam voranschreitend, verwilderte Ziegen von mehreren kleinen Inseln entfernt. Hunde gibt es nun auf Isabela auch nicht mehr. Das Bestreben, Arten wie die Elefantenschildkröte wieder einzuführen und neu zu besiedeln hat ihre Anzahl drastisch vergrössert. Das Bemühen zur Umweltbildung auf den Inseln hilft ihren Bewohnern, die grössere Darstellung und den Bedarf an Naturschutz zu verstehen und verantwortunsvoller Toursimus und eingesetzte Parkrichtlinien helfen, Galapagos für die Zukunft zu schützen. Aber es gibt scheinbar eine endlose Notwendigkeit für den Parkerhalt und nur eine begrenzte Finanzierung. Alles, was der Park neben dem kleinen Etat von Ecuador zur Verfügung hat, bekommt er von Philantrophen, Finanzmittelbeschaffung der Charles Darwin Stiftung und anderen privaten Organisationen.

Wie Sie helfen können

Wenn Sie während ihrer Tour an der Charles Darwin Forschungsstation Halt machen, hinterlassen Sie doch eine sehr geschätzte Spende. Die Charles Darwin Stiftung ist der Arm der Finanzmittelbeschaffung der Untersuchungsstation und wäre Ihnen in hohem Masse für Ihre Spende dankbar. Besuchen Sie ihre Website auf www.galapagos.org und erfahren Sie, wie Sie helfen können.

Sie und Ihre Organisation, Körperschaft oder ihr Betrieb sind nachhaltig ermutigt, zu spenden (meist von der Steuer absetzbar), um das Weltkulturerbe, welches die Galapagos Inseln sind, zu erhalten.

Parkregeln

Wenn Sie den Galapagos Nationalpark besuchen, befolgen Sie die folgenden Regeln, um die einzigartige Flora und Fauna auf den Inseln zu erhalten. Entfernen Sie keine Pflanzen oder Tiere (einschliesslich Muscheln, Knochen und Holzstücke), oder andere natürliche Gegenstände.

  1. Geben Sie Acht, keine Lebendmaterie oder Essen zu den Inseln zu bringen, oder von einer Insel zur anderen.
  2. Stellen Sie sicher, dass Sie die Tiere weder berühren, noch füttern, noch vertreiben.
  3. Bleiben Sie in den gestatteten Bereichen und besuchen Sie die Inseln nur mit einem lizensierten Nationalparkführer.
  4. Lassen Sie keinen Müll auf den Inseln, bzw werfen Sie keinen von Ihrem Schiff.
  5. Beschädigen Sie die Berge nicht.
  6. Stellen Sie sicher, dass Sie keine Souvenirs oder Gegenstände, die aus Pflanzen oder Tieren von den Inseln hergestellt wurden, kaufen.

Für weitere umfassende Informationen über Umweltthemen, besuchen Sie unsere Links Seite.

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